Absicherung der Eisparty am Friedberger See

Ein ereignisreiches Wochenende liegt hinter uns: Samstag und Sonntag waren wir zur Absicherung der Eisparty am Friedberger See insgesamt 16h im Einsatz. Während am Samstag nur kleinere Verletzungen bis zu größeren Frakturen zu versorgen waren, wurde es auf Grund des Tauwetters am Sonntag kritischer. Jeder der in den letzten Tagen die Medien verfolgt hat weiß, wie schnell Eisflächen lebensgefährlich werden können. Vor allem natürliche Seen haben Zu-/Abflüsse und Untiefen an denen das Eis dünner ist als an anderen Stellen, ohne dass es von oben sichtbar ist.

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Lage am Samstag, 28.01.17 abends

Zum Glück konnten Einbrüche und größere Schäden verhindert werden. Bereits kurz nach Beginn der Veranstaltung bildete sich im Eingangsbereich vor dem DJ-Zelt ein Loch im Eis über das Wasser auf die Eisfläche gelangte und das Eis zum Schmelzen brachte. Daraufhin mussten wir mit Hilfe der Security beginnen den Bereich zu räumen, was leider zum Teil zu großem Unverständnis bei einigen Besuchern führte. Während die meisten nach einem kurzen Gespräch die Eisfläche verlassen haben oder in andere Bereiche abgewandert sind, hatten andere keinerlei Einsicht. So mussten wir uns leider des Öfteren beschimpfen lassen oder wurden einfach ignoriert.16388360_1861832950697581_6618656132003637403_n

Lage am Sonntag-Mittag (29.01.2017)

Wir machen diese Tätigkeit rein ehrenamtlich. Keines von unseren Mitgliedern, die am Wochenende Ihre Freizeit anstatt beim Schlittschuhlaufen bei der Absicherung der Schlittschuhfahrenden verbracht haben wird bezahlt oder erhält eine Aufwandsentschädigung. Und leider müssen wir in den letzten Jahren feststellen, dass das immer weniger gewürdigt wird. Sich beschimpfen zu lassen, obwohl man nur schlimmeres verhindern und helfen will sorgt dafür, dass unsere Mitgliederzahlen nachlassen und viele keinen aktiven Dienst mehr machen möchten.

Ein ganz anderes positives Beispiel war dagegen ein kleiner Junge der uns einen Teil seines Taschengeldes  gespendet hat, weil er sich so gefreut hat, dass er unter unserer Aufsicht einmal auf den See konnte. Vielen Dank an ihn, er hat meinen Tag gerettet und mir wieder vor Augen geführt, warum ich das mache. Vielen Dank auch an all die wenigen anderen die sich bei uns bedankt haben. Wir wissen es sehr zu schätzen, wegen Ihnen bleiben wir dabei.

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Zwei unserer Einsatzkräfte: Von uns vielen Dank an den Jungen.

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